Unsere Ausstellung im Museum für Friedrichshain-Kreuzberg endet Mitte Mai. Falls ihr sie noch nicht gesehen habt, besucht bitte das Museum bis dahin. Am 23. April haben wir unsere erste Führung für Studierende der Alice-Salomon-Hochschule durchgeführt. Die Studierenden belegen den Masterstudiengang „Sozialarbeit als Menschenrechtsberuf“ im Modul „Globale Sozialarbeit“.

Wir erklärten, warum wir uns entschlossen haben, ein fortlaufendes Archiv unserer Arbeit anzulegen, und wie die Idee für die Gemeinschaftsausstellung mit dem Museum entstanden ist. Wir sprachen über den Zusammenhang zwischen unseren Samstagstreffen, dem gemeinsamen Kochen und Essen sowie dem Austausch von Geschichten.
Zum Kurationsprozess gehörten auch parallele Workshops, die auf Geschichten über unsere frühen Erinnerungen an das Essen in den Küchen unserer Großmütter basierten. Diese Geschichten und Rezepte sind in einem Zine namens „Spiced Memories“ dokumentiert, das ebenfalls Teil der Ausstellung ist.
Einige der gestellten Fragen betrafen die Finanzierung unserer Arbeit. In diesem Zusammenhang haben wir das Beispiel der Floß- und Bustouren angeführt, die zu einem großen Teil durch den Einsatz von Zeit, Energie und Fachwissen unserer Unterstützer:innen ermöglicht werden. Ein weiteres Beispiel ist das Hausprojekt, für das wir genügend Mittel aufbringen konnten, um eine Immobilie von einer unserer Unterstützerinnen zu erwerben.

Einige aus der Gruppe wollten auch wissen, wie wir einen sicheren Raum schaffen, in dem geflüchtete Frauen über ihre Probleme sprechen können. Wir erklärten ihnen, dass die Schaffung solcher Räume wichtig ist – ebenso wie die Übernahme der Fahrtkosten für Frauen aus verschiedenen Teilen Berlins und Brandenburgs sowie das gemeinsame Kochen und Essen. All das schafft eine Atmosphäre des Vertrauens und der Selbstermächtigung.
Die Gruppe war von der Ausstellung sehr beeindruckt und zeigte großes Interesse an unserer Arbeit. Dies zeigte sich auch in den vielen Fragen, die sie stellten. Eine der Studentinnen sagte, sie sei einerseits beeindruckt von den Geschichten, die die geflüchteten Frauen über ihre Gesundheit erzählten, und davon, wie sie aufgrund ihres Status vom Gesundheitssystem diskriminiert wurden. Andererseits war sie beeindruckt von ihrem Wissen über Pflanzenheilkunde.



