Garten in Markgrafpieske (Home in Exile) 2026

In diesem Jahr haben wir mit Unterstützung der Anstiftung zwei kleine Gärten auf dem Gelände unseres Projekthauses Home in Exile in Markgrafpieske angelegt. Damit knüpfen wir an die Arbeit des vergangenen Jahres an, als wir mit Unterstützung der Urbis-Stiftung einen kleinen Garten am Projekthaus Inwole in Potsdam gepflegt haben.

Auf dem Gelände von Home in Exile wachsen bereits verschiedene Obstbäume sowie ein beeindruckender Walnussbaum. Sie entwickeln sich hervorragend, und die Frauen konnten bereits die ersten Früchte ernten und genießen, vor allem Pflaumen und Äpfel. Die Pfirsiche werden voraussichtlich in den nächsten Wochen reif sein.

In der Zwischenzeit ernten wir Zucchini und haben bereits die ersten Erdbeeren von den Pflanzen genießen können, die wir in diesem Jahr gesetzt haben.

Außerdem experimentieren wir mit einer Vielzahl von Gemüse- und Kräuterarten. Einige Pflanzen gedeihen besonders gut, darunter Zucchini, Kartoffeln und Süßkartoffeln. Auch unsere Kräuter – Rosmarin, Thymian und Pfefferminze – wachsen prächtig.

Natürlich läuft nicht alles nach Plan. Schnecken haben sich als eine echte Herausforderung erwiesen und fressen die Blätter von Gemüse wie Grünkohl, Frühlingszwiebeln und Spinat. Erfahrene Gärtnerinnen und Gärtner haben uns geraten, die Schnecken regelmäßig von Hand abzusammeln und aus dem Garten zu entfernen – bislang scheint dies die wirksamste Lösung zu sein.

Auch die Tomaten im Gewächshaus entwickeln sich bisher nicht wie erhofft. Zwar wachsen die Pflanzen kräftig in die Höhe, doch sie haben bislang noch keine Blüten gebildet. Während unserer Summer Action Days im Juli waren verschiedene Gäste mit Fachwissen aus unterschiedlichen Bereichen bei uns zu Besuch und boten Workshops an. Die Gartenexpertinnen und -experten empfahlen uns, das Dach des Gewächshauses gründlich zu reinigen oder sogar vollständig zu ersetzen, damit mehr Licht zu den Pflanzen gelangt.

Eine weitere Herausforderung ist die Bewässerung des Gartens. Da derzeit noch niemand dauerhaft im Projekthaus lebt, müssen die Frauen, die sich um den Garten kümmern, aus verschiedenen Teilen Brandenburgs anreisen, um die Pflanzen zu gießen. Wir betrachten dies jedoch als eine vorübergehende Schwierigkeit. Sobald das Haus vollständig bewohnt ist, können die Bewohnerinnen und Bewohner die tägliche Pflege des Gartens selbst übernehmen.

Gleichzeitig wissen wir, dass wir noch viel lernen können. Die Bodenbeschaffenheit von Home in Exile besser zu verstehen und herauszufinden, welche Pflanzen dort am besten gedeihen, wird Zeit und Erfahrung erfordern. Wir hoffen, dabei von Gärtnerinnen und Gärtnern aus der Nachbarschaft zu lernen, und freuen uns über jede Form der Unterstützung und jeden guten Rat. Mit jeder Gartensaison sammeln wir neue Erfahrungen – und wir freuen uns darauf, den Garten gemeinsam mit der Gemeinschaft wachsen zu sehen.

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